s.Oliver beschließt RFID-Rollout
Bericht in der aktuellen "RFID im Blick".
Flächendeckende Einführung bis 2014 geplant
Nach dem Abschluss eines Pilotprojekts hat sich das Modeunternehmen s.Oliver entschieden, RFID flächendeckend im Retail-Bereich einzuführen. Der geplante Rollout umfasst die Lieferkette von der Logistik bis in den Retail. Der Transponder wird in das Care-Label eingenäht und kann Textilhandel so die gesamte Supply-Chain optimieren, bis hin zu Warenverkauf und Warensicherung. Bis zum 1. Januar 2014 soll der Rollout im ganzen Retail-Bereich vollzogen sein. „RFID im Blick" sprach mit Patrick Szostak, Manager Competence Center Administration bei s.Oliver.
„Wir haben verschiedene Rollout-Szenarien durchkalkuliert", so Szostak. Drei seien in die engere Wahl gezogen worden. „Anfang August entschied sich unsere Geschäftsführung für ein Szenario. Ab September gehen wir in die Feinkonzeption." Die Artikel sollen bereits in der Produktion mit RFID-Tags versehen werden. Die erste Erfassung finde dann bei der Ankunft im Zentrallager statt.
„Wenn die Ware im Zentrallager ankommt, werden die Artikel zum ersten Mal erfasst. Dann wird es in den logistischen Prozessen verschiedene Messungen geben, vom Wareneingang in die Kommissionierung bis zum Warenausgang." Im Pilotprojekt habe s.Oliver mit dem Beratungsunternehmen Tailorit zusammengearbeitet. Lösungsanbieter waren Gebit Solutions und Avery Dennison. Über die Anbieter der Hard- und Software für den Rollout wolle man sich im Rahmen der Feinkonzeption entscheiden, die bis März 2012 abgeschlossen sein soll.
Ein großer Vorteil, den sich das Unternehmen s.Oliver von dem System verspreche, sei eine hohe Transparenz in der Supply-Chain ab Wareneingang im Lager bis zum Verkauf im Store. „Wir wissen ganz genau, wo sich die Ware befindet. Wenn eine Filiale Waren an eine andere abgibt, werden die Artikel normalerweise bei der Abgabe auf die empfangende Filiale umgebucht - obwohl sie dort erst ein paar Tage später ankommen. Mit dem neuen System werden Warenein- und -ausgänge zum richtigen Zeitpunkt gebucht." Weiterhin ermögliche die Lösung zu unterscheiden, ob sich ein Artikel im Lager oder auf der Verkaufsfläche befinde. „Wir bringen Lesepunkte zwischen Verkaufsfläche und Lager an, um hier eine Trennung zu schaffen."
Ein weiterer Schritt sei, das System auch im Kassenprozess zu implementieren. „So muss ich an der Kasse nicht mehr Barcodes scannen, sondern lege die Artikel nur auf den Kassentisch, unter dem sich eine Antenne befindet", erläutert Szostak. Damit einher gehe das Thema Warensicherung. „Die Waren, die wir ursprünglich in den Store geliefert haben, sind automatisch für diesen Store gesichert. Heute sichern wir ein gutes Drittel in unserem eigenen Retail. Mit dem System können wir eine 100-Prozent-Sicherung erreichen."
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Septemberausgabe von „RFID im Blick".



