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Navigation durch die Digitalisierung mit Reifegradmodellen

Digitalization

Sind Sie verantwortlich für oder betroffen von der Digitalisierung und stellen sich die Frage, wie fit Ihre Organisation für den anstehenden Wandel ist? Oder fehlt Ihnen für den Schuh-, bzw. Bekleidungshandel, noch eine spezifische Systematik, um mehr Durchblick über den Status-Quo der Digitalisierungsbemühungen zu erlangen? Vielleicht wünschen Sie sich einfach nur mehr Orientierung bei der Navigation durch die teilweise unübersichtlichen Gegebenheiten mit mehr Systematik und weniger Aktionismus.

Anhand der generischen Grundvoraussetzungen (Kennen, Können, Wollen und Dürfen) werden Sie in diesem Blogbeitrag erste Antworten für die „Reise durch die Digitalisierung“ bekommen und verstehen, warum Reifegradmodelle dafür ein probates Mittel sind.

Voraussichtlich sind Sie bereits auf typische Reifegradmodelle aufmerksam geworden oder haben einen entsprechenden Reifegrad schon selbst ermittelt. Grundsätzlich gibt es Reifegradmodelle für die unterschiedlichsten Anwendungen seit vielen Jahren. Primär in der Informatik zur Bewertung von Softwareentwicklungsprojekten entstanden, finden sie heutzutage Anwendung in den unterschiedlichsten Fachbereichen. Für Wissenschaftler, Berater und Unternehmen sind sie ein gängiges Werkzeug zur Erhebung des Status-Quo aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit dem TAILORIT Health Check bieten wird ebenfalls eine solche Methode an. Damit wird das bestehende Manko der fehlenden Passung von Reifegradmodellen auf den Schuh- und Bekleidungshandel behoben.

Anhand eines anschaulichen Beispiels möchte ich die Besonderheiten herausstellen und Ihnen zeigen, auf welche wichtigen Aspekte wir fokussieren.

Ausgangspunkt ist immer das Kennen eines Betrachtungsfelds – in diesem Fall „Digitalisierung“. Typische Fragestellungen des Modells klären ab, ob im Unternehmen ein einheitliches Verständnis besteht und welche Wünsche bzw. Bedürfnisse des Endkunden zu berücksichtigen sind. Ebenso bedarf es einer Klarheit über mögliche konkrete Ausprägungen der (Weiter-) Entwicklung und mit welchen genauen Kriterien die einzelnen Reifestufen beurteilt werden können. Die Bewertung definierter Use-Cases, mit einer adäquaten Kosten- bzw. Nutzenquantifizierung, sind ein weiterer Beurteilungsaspekt.

Dies hilft, die unterschiedlichen Positionen der Betroffenen zu identifizieren und später Schlussfolgerungen zur Schaffung einer eindeutigen Auftragsklärung zu treffen. Ein einheitliches Verständnis über die Möglichkeiten und Wirkungen der Digitalisierung mit einer klaren Zielsetzung sind wichtige Voraussetzungen für den Projekterfolg.

Bei der Betrachtung des Könnens steht die Fähigkeit der organisatorischen Steuerung mittels Portfolio- & Projekt-Management im Vordergrund. Selbstverständlich werden das Beherrschen der Prozessabwicklung, der Einsatz neuer Technologien und die Verfügbarkeit viabler Daten (-sammlungen) in der Urteilsfindung mitberücksichtigt.

Notwendige Veränderungen sind nur dann erfolgreich, wenn das Wollen des Managements und der Belegschaft im Einklang sind. Durch fehlende Motivation, Entschlusskraft, Beharrlichkeit und Beständigkeit kann kein digitales Unternehmen geschaffen werden. Die Beurteilung des Reifegrads berücksichtigt diese Aspekte und die Fähigkeit einer unternehmerischen Agilität ebenfalls umfassend.

Bei fehlender dokumentierter Strategie, also ohne ein Dürfen die Digitalisierung voranzutreiben, werden keine Maßnahmen initiiert bzw. nachhaltig erfolgreich durchgeführt. Es ist daher zu klären, ob die strategischen Zielsetzungen eindeutig sind und eine wirkliche Investitionsbereitschaft besteht. Ein Engagement und aktives Vorleben vom Top-Management sind eine weitere zu überprüfende Grundvoraussetzung. Zudem kontrollieren wir, ob die organisatorischen Gegebenheiten eine Umsetzung ermöglichen und die betroffenen Verantwortungsbereiche geklärt sind. Dies ist später ein Hebel für die notwendige Entscheidungsgewalt an den relevanten Stellen mit den richtigen Kompetenzträgern.

Das TAILORIT-Modell erfasst so alle Grundvoraussetzungen von Kennen, Können, Wollen und Dürfen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven (=Strategie, Prozesse, Organisation, Technologie etc.). Daher kann aus einer Vielzahl von Fragen mit definierten Antwortmöglichkeiten der bestehende Reifegrad der Organisation ermittelt werden. Das machen wir im Rahmen eines Ergebnis-Workshops und durch den Einsatz von Online-Fragebögen.

Was würden Sie mit dem Ergebnis eines Reifegradindex von z.B. „42“ anfangen? Selbst bei einem Benchmark mit einem direkten Konkurrenten ließe sich aus einer abstrakten Indexzahl kaum etwas schlussfolgern lassen. Gefragt sind konkrete Handlungsanweisungen für die einzelnen Untersuchungsfelder. Ein Übergang von einer gegebenen Reifegradstufe auf den nächsten Level wird so ermöglicht. Das kann immer nur unternehmensspezifisch und konkret erfolgen. Dies ist ein wesentliches Leistungsmerkmal unseres Modells, um zu einer zukunftsfähigen Roadmap bei der Einführung von Digitalisierungsprojekten zu kommen.

Kurzum: Allgemeine Reifegradmodelle helfen bei der Verortung des Status-Quo, sind aber nicht auf die Branche ausgerichtet. Unser Modell unterstützt Sie explizit bei der Identifikation notwendiger Maßnahmen mit Branchenfokus. Sie erhalten eine unternehmensspezifisch zugeschnittene Präsentation mit Hands-on-Mentalität als Grundlage für die weitere Maßnahmenplanung. Ein echter Mehrwert für Sie und Ihr Unternehmen.

Falls Sie für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle noch Antworten suchen oder mehr über die Anwendung von digitalen Lösungen erfahren möchten, dann sprechen Sie uns an. Natürlich beraten wir Sie bei einer individuellen Standortbestimmung. Neben unserem Reifegradmodell für die Digitalisierung bieten wir Analysen mit den Schwerpunkten: Supply-Chain-Management und Merchandise-Planning/Management an. So helfen wir Ihnen einen individuellen Weg zu finden und wünschen auf jeden Fall viel Erfolg bei Ihrer „Reise durch die Digitalisierung“. Change Works!

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